Achtung: Schmutzige Touchscreens verursachen Putzwut!

Touchscreens sind der letzte Schrei für modebewusste Handybesitzer. Schließlich liegt man mit einem solch schicken Handy in der Business-Welt ganz weit vorn. Ein Problem allerdings werden auch die ausgefeiltesten Touchscreen-Handys nicht los. Und zwar die Schmutzschicht auf dem Glanzstück. Beispielsweise auf dem iPhone. Da ziehen Fett- und Schweißfinger den stolzen Nutzer permanent in die Niederungen des Alltags runter.

Denn nach jedem längeren Telefonat, News-Aufruf oder Spiel sieht die Glasoberfläche aus, als hätten Bits und Bytes gemeinsam eine wilde Party abgehalten und die Reste nicht beseitigt. Besonders luxuriös wirkt das Schmuckstück nach einer Partie Tap Tap Revenge oder Labyrinth nämlich nicht.

Unter iPhone-Besitzer trifft man die gesamte Bandbreite an Reaktionen, wie man sie auch von Brillenträgern her kennt. Den einen stört es nicht, wenn die Oberfläche auch aus drei Metern Entfernung nur so von Schlieren und Fettflecken strotzt, der andere zückt alle paar Minuten ein Putztuch aus dem gut bestückten Depot in der Jackentasche. Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass man ein so teures Gerät bei Gebrauch quasi permanent mit billigen Putztüchern traktieren muss. Manch einer wischt das Display auch einfach mit dem Hemdzipfel oder an der Hose ab. Das von Apple mitgelieferte schwarze Stück Stoff verteilt auch nur den Schmutz, wenn man nicht energisch genug drüber fährt.

Abhilfe gibt es kaum. Spezielle Mikrofasertücher bringen mehr oder weniger schnell ein gutes Ergebnis. Es gibt auch spezielle Klarsichtfolien, die das Display zwar schützen, aber nach kurzer Zeit wiederum selbst die volle Bandbreite an Schmierspuren aufweisen.

In Handyforen kursieren diverse Empfehlungen für teure Spezialtücher und -folien bis zu Monitor-Putzmitteln zum Thema Displaypflege. Den Vogel schießen dabei die Phonefingers ab: Spezielle Schutzumkleidung für den iPhonenden Finger.

So sollte man das Thema Fettfinger bei Entscheidung für oder gegen Touchscreen-Gerät bedenken. Denn nicht nur Nutzer aus warm-feuchten Klimazonen und notorische Schwitzer verfallen nach kurzer Zeit in den Putzwahn. Wer lange Nägel hat, muss die Finger flach anlegen. Darunter leidet die Präzision, schnell wünscht man sich den alten Stylus zurück.

Die bewährte Alternative aus Tasten und feinem Eingabestift empfiehlt sich also für alle schmutz-empfindlichen Handy-Besitzer, für alle Nutzer mit langen Fingernägeln, Bewohner südlicher und tropischer Länder und allen anderen, die von den Touchscreen-Designern nicht berücksichtigt worden sind.

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