Software für Retro-Fans: Polaroids, Plattenspieler, Lavalampen

Seit die Digitalisierung in großen Schritten voran schreitet, verschwinden viele lieb gewonnene Geräte vom Markt. In Vergessenheit müssen diese Apparate deshalb jedoch noch lange nicht geraten: Der Sound kratziger Schallplatten oder das Klappern der alten Schreibmaschine lassen sich auch auf dem Rechner imitieren und erinnern an längst vergangenen Zeiten. Mit den Software-Tipps von OnSoftware schwelgen Retro-Fans in purer Nostalgie.

Polaroids auf PC und Mac
Die virtuelle Variante der Polaroid-Kamera bringt die Software Poladroid auf den Windows-Desktop. Das kostenlose Programm erstellt aus JPEG-Dateien digitale Polaroid-Bilder. Bei der Entwicklung legt Poladroid Wert auf eine äußerst realistische Simulation des analogen Vorbilds: Die Kamera wirft die Fotos erst nach einigen Augenblicken aus. Zunächst sieht man auf dem Bild nichts – erst nach und nach wird das Foto sichtbar. Schüttelt man das Bild mit dem Mauszeiger, geht es etwas schneller. Was dabei herauskommt, bleibt bis zum fertigen Bild ungewiss. Originalgetreu versieht Poladroid die Fotos zufällig mit verwaschenen Farben. Wer das Original mochte, hat sicher auch mit der virtuellen Variante der Sofortbildkamera seinen Spaß.

Gute alte Vinyl-Zeiten
Das Mac-Programm RetroPlayer schlägt die Verbindung zwischen digitalen Musikformaten und der Schallplattensammlung. Der Player sieht tatsächlich aus wie ein Plattenspieler – ist aber mit allen gängigen Audioformaten kompatibel. Sogar der Tonarm lässt sich abnehmen. Die für einen Plattenspieler übliche Verzerrung zieht Worte manchmal etwas in die Länge, während der Tonarm über emulierte Rillen springt. Ein dritter Effekt macht das Knistern einer alten Platte nach. Wem digitale Musik zu steril erscheint, findet in RetroPlayer das ideale Programm.

Antiquiert schreiben auf dem PC
Ein echter Retro-Spaß ist auch Visual Typewriter. Mit der Shareware verwandelt der Anwender seinen Desktop in eine alte Schreibmaschine und tippt wie zu Großvaters Zeiten auf vergilbtem Papier. Doch aufgepasst! Denn wer sich vertippt, hat Pech gehabt: Keine Löschtaste und erst recht kein Tipp-Ex helfen bei Schreibfehlern aus der Patsche. An Papiersorten stehen verschiedene Bögen zur Auswahl, vom schicken weißen Papier mit dem Logo des Herstellers bis hin zu vergilbten Blättern mit Lineatur. Um das Schreibmaschinen-Erlebnis perfekt zu machen, wartet Visual Typewriter mit authentischen Soundeffekten auf: Beim Tippen ertönen realistische Samples für das Geräusch der Typen, den Zeilenvorschub und natürlich das klassische Signal beim Erreichen des Zeilenendes. Die fertig getippten Werke lassen sich abspeichern oder als PDF-, JPG- oder HTML-Datei exportieren.

Blättern in der Vergangenheit
Old-School-Fotoalben anlegen kann man mit dem Hofmann Digital Album. Die kostenlose Software bietet Dutzende Vorlagen für das digitale Bilderbuch. Größe und Rahmen der Bilder verändert man mit einem Klick und fügt den Fotos Text hinzu. Eine einfache Bildbearbeitung für Kontrast, Helligkeit oder Rote-Augen-Effekt ist in dem Programm integriert. Hat man die Bilder wie gewünscht angeordnet, kann man in der eingebauten Vorschau durch das neue Fotoalbum blättern. Auf Wunsch bestellt man bei dem Hersteller das selbst zusammengestellte Fotoalbum in gedruckter Form.

70er-Jahre-Feeling
Wer sich beim Schmökern in alten Fotos stilecht in vergangenen Zeiten bewegen möchte, beleuchtet seinen Desktop mit Lavalampen i-Mate. Die kostenlose Software stattet den Desktop mit einer dieser blubbernden und wabernden Lampen im Retro-Stil der 70er aus. Nostalgie-Fans können zwischen drei Größen und acht poppigen Farben wählen. Besondere Wirkung erzielt, wer den Bildschirmhintergrund auf schwarz einstellt. Und dann heißt es nur noch: Zurücklehnen und genießen. Ach, die guten alten Zeiten…

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