Software-Sterben 2013: Diese Programme haben sich in diesem Jahr verabschiedet

Auch im Jahr 2013 sind wieder einige Programme vom Markt verschwunden. Wir zeigen, welche Software in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist.

Programme verschwinden aus dem verschiedensten Gründen vom Markt. Einige fallen der Produktbereinigung ihrer Anbieter zum Opfer, andere entwickeln sich unrentabel, wieder andere werden von Firmen aufgekauft und verschwinden in der Schublade.

Im Gegensatz zu Büchern oder Kunstwerken bleibt von Computerprogrammen oft nichts übrig. Nämlich dann, wenn die Software nirgends archiviert wird. Viele Jahre Entwicklungsarbeit und viele Milliarden Codezeilen sind dann unwiederbringlich verloren.

Hier ein Überblick der Software, die das Jahr 2013 nicht überlebt hat:

Winamp

Für viele von uns war diese Software der erste MP3-Player auf dem PC – und viele von uns haben Winamp mit der katastrophalen Version 3 den Rücken gekehrt. Trotzdem blieb die Freeware der Player der Herzen. Am 20. November hat AOL den Stecker gezogen.Nutzen kann man Winamp allerdings weiterhin.

Hangouts ersetzt Google Talk

Talk, eine einfache Messaging-App musste für Hangouts weichen. Und der Multiprotokoll-Chatservice Meebo ist ebenfalls Geschichte.

AltaVista

Die legendäre Suchmaschine der Neunzigerjahre fiel der großen Produktbereinigung von Yahoo! im Jahr 2013 zum Opfer. Schade, denn bis 2001 hatte AltaVista noch mehr Suchanfragen als Google.

Lavabit

Die NSA-Skandal brachte auch das Verschwinden einiger Software mit sich. Lavabit galt bis dahin als das sicherste Mailprogramm. Der Betreiber schaltete den Dienst ab, nachdem die  US-Regierung die Herausgabe von E-Mail-Daten forderte. Vielleicht war Lavabit einfach ZU sicher…

Symbian verschwindet vom Windows Phone

Mit dem Kauf von Nokia Mobile Business durch Microsoft war das Todesurteil für das Betriebssystem Symbian gefällt. Das Windows Phone hat sich als gute Strategie entpuppt. Damit gab es keinen Platz mehr für Symbian.

Verschwunden: das alte Yahoo! Design

Die neue Yahoo!-Chefin Marissa Mayer hat 2013 nicht nur Firmen aufgekauft und Produkte über Bord geworfen, sondern auch das klassische Design gegen ein neues ersetzt – inklusive Logo. Vor allem die Nutzer von Yahoo! Mail fordern die alte Oberfläche zurück.

Google Reader für G+ geopfert

Reader war ein konkurrenzlos einfaches und funktionales Nachrichtenprogramm, dem viele nachtrauern. Doch dessen Ende brachte eine Reihen an guten Alternativen hervor.

Skype statt Windows Live Messenger

Es gibt Programme, die verschwinden, wenn das Netzwerk verschwindet. 2013 hat Microsoft das Messenger-Netz Schritt für Schritt abgebaut und so die Nutzer gezwungen, auf Skype auszuweichen. Microsoft hatte Skype im Jahr zuvor gekauft. Beim Wechsel haben Messenger-Nutzer einiges zu beachten.

Die Wiederbelebung

Manchmal steigen Programm wie ein Phönix aus der Asche. Zum Beispiel läuft eine Unterschriftensammlung mit dem Ziel, den Quellcode von Winamp zu veröffentlichen. So können Hobby-Programmierer die Software weiterentwickeln.

Eine der seltsamsten Episoden trug sich bei Adobe zu: Dort haben die Softwarespezialisten CS2 gratis mit Profi-Programmen wie Photoshop auf ihre Webseite gestellt. Ein Versehen, wie sich herausstellte. Doch es zeigt, dass sich Software durchaus wiederbeleben lässt.

Originalartikel auf Spanisch.

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