Tipps für längere Batterielaufzeiten bei Netbooks

Beim Laptopkauf spielt die Batterielaufzeit eine entscheidende Rolle. Seitdem kleine Netbooks Laufzeiten von sechs bis über acht Stunden bieten, entdecken auch potentielle Käufer eines 14- oder 15-Zoll Laptops die Ausdauer als wichtiges Kaufargument.

Wer darauf nicht achtet, ärgert sich später, wenn dem Rechner schnell die Puste ausgeht. Dass mobile Akkus austauschbar sind, bietet dabei nur einen schwachen Trost. Man möchte ja schließlich nicht ständig ein Ersatzteillager in der Tasche mitführen. Mit einigen Sparmaßnahmen kann man allerdings den Energiekonsum des Rechners drosseln und zusätzliche Akkuleistung herauskitzeln.

Akkus regelmäßig komplett laden oder entladen?

Diese Frage stellt sich regelmäßig. Bei älteren Akkus war das noch durchaus sinnvoll, neue Lithium-Speicher allerdings besitzen diesen berühmt-berüchtigten Memory-Effekt nicht mehr. Wer keine Ni-Mh Batterien nutzt, braucht diese Empfehlungen nicht zu berücksichtigen. Ist also eine Steckdose vorhanden, schließt man den Rechner ruhig an. Die Akkulaufzeit wird auch bei halb vollem Speicher nicht beeinträchtigt.

Akkus sollte man allerdings weiterhin nicht über einen längeren Zeitraum ungenutzt in dem Rechner belassen. Das verkürzt die Lebenszeit. Wer den Laptop nicht benutzt, sollte die etwa halb vollen Akkus herausnehmen und an einem kühlen und trockenen Ort lagern.

Akku entfernen, wenn man ihn nicht braucht?

Hier teilen sich die Gemüter. Für ein Herausnehmen spricht das Argument, dass die Speicher auf diese Weise nicht überhitzen. Dagegen spricht, dass bei einem Stromausfall der Laptop plötzlich stoppt und nicht gesicherte Arbeiten dadurch verloren gehen.  Schaltet der Rechner im Gegensatz sofort auf Batteriebetrieb um, kann man selbst bei niedrigem Batteriestand noch in aller Ruhe abspeichern.

Schlicht und einfach

Wer den Akku während der Arbeit schonen möchte, sollte unnötig aufgeblasene Software meiden. Es gibt immer eine leichtere Alternative zu einem Speicher fressenden Software-Schwergewicht. Wer für kurze Texte und Notizen den Editor oder Wordpad statt Microsoft Word nutzt, spart Energie. Transparenzen, 3D-Schreibtische und Aero Glass inklusive Gadgets sind für die Arbeit völlig überflüssig. Programme wie Vista Battery Saver und BattCursor neutralisieren solchen unnützen Ballast selbstständig.

Keine Hintergrundarbeit

Wenn man an der Steckdose hängt, spricht nur die Effizienz dagegen, 30 Programme gleichzeitig offen zu haben. Wer aber unter Batteriebetrieb arbeitet, verschwendet damit unnötige Energie. Die Hardware eines Laptops ist dazu angelegt, nach einer gewissen Zeit in den Ruhemodus zu wechseln. Wenn aber gleichzeitig eine DVD gebrannt, Archive durchsucht, Software aktualisiert und gesurft wird, treten diese kleinen Leerlaufpausen nicht ein. Somit steht der Akku unter Dauerstress.

Gerade neue Notebooks enthalten oft von Haus aus eine ganze Reihe vollkommen überflüssiger Programme. Hier zahlt sich die Deinstallation jedes nicht notwendigen Programms in Rechen-Minuten aus. Da lohnt es sich, alle nicht erwünschten Programme zu deinstallieren, aus dem Windows Startmenü zu entfernen und sämtliche nicht unbedingt notwendigen automatischen Funktionen wie selbständige Suche nach Updates oder ähnliches abzuschalten. Wenn man sich dann noch daran gewöhnt, nicht zu viele Dinge gleichzeitig zu bearbeiten, spart man Batterielaufzeit.

Ressourcen unter Windows  schonen

Das Windows-System an sich ist eher ressourcenhungrig. Monitor, DVD-Laufwerk, Festplatte und Prozessor verbrauchen dabei die meiste Energie. Als einfache Sparmaßnahmen in diesem Bereich erweist sich die Reduzierung der Bildschirmhelligkeit. BattCursor schaltet die Helligkeit nach einer gewissen Zeit ohne Aktivität niedriger. Ein dunkler Screensaver hilft hier interessanterweise auch.

Sofern man über genügend RAM-Speicher verfügt, deaktiviert man dazu den virtuellen Speicher über die Systemkonfiguration. So greift Windows nicht ständig auf die Festplatte zu. Wenn die Laufwerke darüber hinaus gut defragmentiert sind, beschleunigt man die Lesegeschwindigkeit, steigert die Effizienz beim Zugriff auf die Festplatte und spart damit auch Energie.

Hardware sparsam einsetzen

Wer eine DVD im Laufwerk stecken lässt, ohne sie zu nutzen, verbraucht unnötig Strom, weil Windows bei jedem Explorerfenster die DVD mitliest.  Konsequente Sparfüchse nehmen Scheiben aus dem Laufwerk. Bei vielen Rechnern ist das DVD-Laufwerk herausnehmbar. Wenn man nicht ständig DVDs lesen muss, ist das eine einfache und praktische Sparmaßnahme.

Das Gleiche gilt für Steckkarten, USB-Zubehör wie Mäuse oder Tastaturen, MP3-Player oder ähnliches. Auch Bluetooth und WLAN-Empfang fressen Strom im Ruhezustand und sollten bei Nicht-Nutzung einfach deaktiviert sein.

Wie bei anderen Elektrogeräten auch, ist der Standby-Zustand nicht ideal für eine effiziente Speichernutzung. Da gibt es den Ruhezustand, mit dem man auch Laptops etwas effizienter pausieren lässt.

Energieplan anpassen

Windows bietet voreingestellte Energiemuster an. Man findet die Einstellungen unter den Energieoptionen. Hier wählt man idealerweise den sparsamsten Plan.  Bei Bedarf definiert man einen eigenen Energieplan und legt in den erweiterten Energieeinstellungen alle gewünschten Details für eine optimale Stromnutzung fest. Wer hier Software zu Hilfe nehmen will, wirf einen Blick auf Notebook Hardware Control.

Via OnSoftware

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